Das Spiel der Könige

Das Spiel der Könige

Autor Rebecca Gablé Genre Historischer Roman
Verlag Ehrenwirth
ISBN 978-3-431-03721-0
Erscheinungsdatum (D) 2007   Seiten 1196

Inhalt

Als 1455 der Bruderkrieg zwischen den Häusern Lancaster und York um die englische Krone ausbricht, wird Julians Vater ermordet. So sieht der junge Lancastrianer sich plötzlich an dessen Stelle als Earl of Waringham. Bald darauf kämpft sich der yorkistische Edward IV. auf den Thron und für Julian kommt es hart auf hart. Er hat die Wahl zwischen einem Seitenwechsel zum feindlichen König, für den er trotz allem eine Form von Sympathie hegt und der endgültigen Treue für das Haus Lancaster, die ihm schon immer ein wenig schwer gefallen ist…

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 5 von 5 Bs Zugegeben: Die gewaltige Seitenzahl des Werkes von Rebecca Gablé wirkt auf den ersten Blick abschreckend, denkt man doch an kompliziert ineinander laufende Handlungsstränge und eine Unmenge an involvierten Figuren. Aber dafür wird der mutige Leser bald schon entlohnt. Hat man sich erst einmal einen Überblick verschafft über die Vielzahl von Charakteren, wird man sofort gefangen genommen von der beeindruckenden Story. Unglaublich kurzweilig und unterhaltsam kommt sie daher. Die Seitenzahl schrumpft so schnell in sich zusammen, dass man es kaum schafft Kenntnis davon zu nehmen und zu stundenlangem Weiterlesen angehalten wird. Dieser großartigen Autorin ist es gelungen, ein Bild der Konflikte zwischen Lancaster und York zu zeichnen, das überaus real wirkt, herrlich verstrickt und voller einzigartiger Figuren, die lebensechter nicht sein könnten. Schnell werden die Protagonisten zu Freunden, sogar zu Komplizen in diesen verworrenen Rosenkriegen Englands, für die man hofft und bangt, mit denen man trauert und lacht. Rebecca Gablé hat es geschafft, diesen Abschnitt der Geschichte mit den immer wiederkehrenden, ständig gleich klingenden Personennamen anschaulich darzustellen und auch für Laien spannend und zugänglich zu machen. Am Ende bleibt nur noch zu sagen, dass es beeindruckend ist, welch ein opulentes Epos die deutsche Schriftstellerin wieder einmal erschaffen hat. So macht Geschichte Spass!

Besucherbewertung

0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare


Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.