Die Riesin Arachna

Autor: Jurij Kusnezow
Genre: Märchen
Verlag: Leiv
ISBN: 3-928885-98-7
Erscheinungsdatum (D) 1996 Erschienen 1993
Seiten 191
Übersetzung Aljonna Möckel

Die Riesin Arachna Izumrudnyj dozd'

Inhalt

Achr, der Säbelzahntiger, glaubt, er müsse in dieser staubigen Höhle, in der er gefangen ist, ersticken. Doch auf wundersame Weise gelangt er durch eine unsichtbare Barriere in ein unterirdisches Land. Hier lernt er das Riesenmädchen Ah kennen. Schon bald sind die beiden enge Freunde und streifen zusammen durch die Gegend. Als sie aber der tot geglaubten Arachna begegnen, müssen sie fliehen. Sie fürchten schon, in der Falle zu sitzen, da naht in letzter Sekunde die Rettung durch einen schwarzen Stein. In dessen Inneren gefangen rasen sie durch einen Tunnel und werden schnurstracks in die Vergangenheit befördert. Auch Arachna ereilt dieses Schicksal und schon findet sie sich im unterirdischen Reich wieder und begegnet ihrer herrschsüchtigen Mutter.

Zur gleichen Zeit bemerken Ol und seine Familie auf der Irena, dass die Tunnel zur Erde defekt sind. Niemand gelangt mehr an sein eigentliches Ziel und die Schutzschilde an den Eingängen zum Elming sind lückenhaft. Als Viola und ihr Freund Mo sich dies zu Nutze machen, um im Elming zu spielen, geschieht es: Die beiden werden in den Sog des Tunnels gezogen, können sich nicht daraus befreien und befinden sich schon kurze Zeit später in einer schrecklichen Zukunftsvision ihres Planeten…

Buchkritik von Karolin  Kullmann

So langsam werden die Geschichten über das Weltall, die Jurij Kusnezow ersinnt, doch langweilig. Ist der erste Teil von “Die Riesin Arachna” noch lesenswert, weil man etwas über ältere Ereignisse im Zauberland erfährt, mutet der zweite Teil nur noch verwirrend und fade an. Schwer vorstellbar und vor allem für Kinder zu wenig verständlich erklärt Wolkows Nachfolger seine Theorien über Reisen in die Vergangenheit und in Parallelwelten. Dabei werfen diese Zukunftsvisionen als erstes die Frage nach alten Bekannten auf. Wo sind sie geblieben, die Figuren, mit denen der Leser so viele Abenteuer erlebte? Und warum schreibt Kusnezow eine Geschichte für Kinder, die schwer vorstellbar und wenig greifbar scheint? Der ständige Wechsel der Autoren lässt die Zauberland-Reihe immer kraftloser werden. War sie unter Begründer Alexander Wolkow noch märchenhaft schön, mündet sie jetzt in futuristische Geschichten, die nicht mehr kindgerecht sind. Mit dem Zauberland hat dieses Buch nichts mehr zu tun, so dass wir nur hoffen können, dass Nikolai Bachnow als Autor des nächsten Teils sich wieder auf Althergebrachtes besinnt und uns den Weisen Scheuch und andere Freunde zurückbringt.

Alexander Wolkow schuf mit "Der Zauberer der Smaragdenstadt" nur den ersten Teil einer Märchenreihe über das Zauberland. Ab 1993 wurden die Zauberland - Abenteuer nicht mehr von Alexander Wolkow, sondern von verschiedenen anderen Autoren fortgesetzt.
Die Zauberland - Märchenreihe umfasst folgende Teile:

Band 1:
Der Zauberer der Smaragdenstadt
Band 2:
Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten
Band 3:
Die sieben unterirdischen Könige
Band 4:
Der Feuergott der Marranen
Band 5:
Der gelbe Nebel
Band 6:
Das Geheimnis des verlassenen Schlosses
Band 7:
Der Smaragdenregen
Band 8:
Die Gefangenen des Korallenriffs
Band 9:
Die Riesin Arachna
Band 10:
In den Fängen des Seemonsters
Band 11:
Die Schlange mit den Bernsteinaugen
Band 12:
Der Schatz der Smaragdenbienen
Band 13:
Der Fluch des Drachenkönigs
Band 14:
Die falsche Fee
Band 15:
Die unsichtbaren Fürsten
Band 16:
Der Hexer aus dem Kupferwald
Band 17:
Das gestohlene Tierreich



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