Ein perfekter Freund

Ein perfekter Freund

Autor Martin Suter Genre Roman
Verlag Diogenes Verlag
ISBN 3-257-23378-7
Erscheinungsdatum (D) 2002   Seiten 338

Inhalt

Fabio Rossi, Journalist, 33 Jahre alt, erwacht mit einer Kopfverletzung und einem Blackout im Krankenhaus. Die letzten fünfzig Tage sind komplett aus seinem Gedächtnis gelöscht, die blonde junge Frau, die seine Freundin zu sein behauptet, ist ihm völlig fremd. Und auch der Mann, der er vor seinem Unfall gewesen zu sein scheint, ist erschreckenderweise ein Fremder für ihn. Warum hat er mit seiner langjährigen Freundin Schluss gemacht, wo sind die Unterlagen über seine letzten Recherchen abgeblieben und vor allem, was weiß sein Freund Lucas von all dem?

Je länger sich Fabio mit seiner jüngsten Vergangenheit auseinandersetzt, desto verwirrender wird alles und umso klarer wird ihm, dass er augenscheinlich an eine ganz große Sache geraten war, und dass es offensichtlich einige Leute gibt, denen es lieber wäre, er würde sich nie wieder an Details aus seiner Vergangenheit erinnern.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs „Ein perfekter Freund“ ist eines dieser Bücher, die sich atemlos an einem Tag durchlesen lassen. Die Ereignisse um Fabio Rossi fesseln von der ersten Seite an derart, dass es schlicht und ergreifend unmöglich ist, eine längere Pause einzulegen. Der Autor präsentiert eine rasante Geschichte um Macht, Geld und kriminelle Machenschaften mit einer durch und durch sympathischen und authentischen Hauptfigur.

Martin Suter hat eine herrlich klare und absolut unprätentiöse Sprache und gleichzeitig die Fähigkeit, Dinge so zu beschreiben, dass man sie buchstäblich vor sich sieht. Nichts an der Geschichte wirkt konstruiert oder unwahrscheinlich und der Gedanke, wozu die Wissenschaft fähig sein könnte, jagt dem gebannten Leser immer wieder Schauer den Rücken hinunter. Mit „Ein perfekter Freund“ lässt einen der Autor in die finstersten Abgründe der menschlichen Spezies blicken und macht gleichzeitig deutlich, wie wichtig menschliche Bindungen in Extremsituationen sein können.

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