Im Durcheinanderland der Liebe

Ulik pays du désordre amoureux

Im Durcheinanderland der Liebe

Autor Francois Lelord Genre Roman
Verlag Piper
ISBN 978-3-492-04670-1
Übersetzung Ralf Pannowitsch Erscheinungsdatum (D) Februar 2008   
Erschienen 2003  Seiten 254

Inhalt

Ulik ist ein junger Inuk und kommt aus einer sehr kalten Region unserer Erde. Hatte er bis vor kurzem noch mit seinem Stamm in Iglus gelebt und Bären gejagt, so findet er sich jetzt mitten in Paris wieder um seine Inuitgruppe auf einer Tagung zu repräsentieren. Aber die Großstadt Paris ist ganz anders als der hohe Norden, in allen Belangen - auch in Liebesdingen. Ulik wird immer mehr verwirrt von den knappen Röcken der Frauen, dem fehlenden Beschützerinstinkt der Männer und vielen anderen Sachen. Ist die Liebe im Land der Kablunak etwa nicht vorhanden, schon völlig ausgelöscht? Oder vielleicht nur anders als in seiner Heimat?

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 4 von 5 Bs Wieder wählte Lelord für seine Hauptfigur eine Person, die naiv wirkt und viele Fragen hat, doch dieses Mal ist es nicht der aus anderen Werken bekannte Hector. Es handelt sich um Ulik, der sich in unserer “modernen Zivilisation” - wie wir sie nennen - nicht zurechtfindet. Vor allem die Liebe hat es ihm angetan und dementsprechend will er viel wissen über die Gewohnheiten der Pariser. Durch seine Neugier und die simplen Fragen, die überall im Buch auftauchen, wird dem Leser eine völlig neue Sichtweise von unserer Art zu leben offen gelegt, vor allem, da das einfache Leben der Inuit zum Vergleich ständig präsent ist. Hier zeigt François Lelord ganz ungezwungen die komplizierten Differenzen zwischen den Geschlechtern auf, spricht auch die Emanzipation der Frauen an und versteht es mit leisen Tönen Vor- aber eben auch Nachteile anzuführen ohne jeweilige Kritikpunkte zu vergessen. Obwohl es zeitweise etwas eintönig anmutet, ist “Im Durcheinanderland der Liebe” also wieder einmal ein gelungenes Werk des französischen Autors, der es mit viel Herz immer aufs Neue versteht, uns andere Blickwinkel einnehmen zu lassen und so unsere Mitmenschen ein wenig besser zu verstehen.

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