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Kommende Buchkritiken
Tod im Apothekenhaus
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Autor
Wolf Serno
Genre Historischer Roman
Verlag Club Premiere ISBN 006129 Erscheinungsdatum (D) 2003 Seiten 495 |
Inhalt
Der Apotheker Theodorus Rapp wird in seiner Heimatstadt Hamburg mitten in der Nacht skrupellos überfallen und niedergeschlagen. Als er am Morgen darauf aufwacht, kann er es kaum fassen: Er liegt, mit fremder ärmlicher Kleidung am Körper, am Hafen der Stadt. Als er sich auf den Weg zu seinem Apothekenhaus macht, erwartet ihn schon die zweite üble Überraschung: Sein Verkaufsraum ist keineswegs leer; hinter der Theke steht ein unbekannter Mann und verkauft den Leuten Medizin. Das ungeheuerlichste daran: Er sieht aus wie Theodorus Rapp und trägt auch seine Kleidung. Nach einigen Ermittlungen wird klar, was es mit diesem Doppelgänger auf sich hat -er hat es auf den Thesaurus des Apothekers abgesehen...
Buchkritik von Karolin Kullmann
Mit „Tod im Apothekenhaus“ ist Wolf Serno ein ausgesprochen gutes Buch gelungen. Er beweist mit dieser Mischung aus historischem Roman und Krimi, dass er auch ausgefallene Ideen mit seinem Lieblingsthema, der Medizin, vereinbaren kann. Auch in diesem Werk Wolf Sernos begegnet uns die Heilkunst wieder – in Gestalt des Apothekers Theodorus Rapp. Raffiniert und voller Einfallsreichtum kreiert der Autor die Geschichte um den Raub des Thesaurus, verbindet diesen mit historischen Orten und dem Alltagsleben der Zeit und fördert dabei immer mehr Überraschungen und Komplikationen zu Tage. Wie in einem klassischen Krimi ist der Leser angehalten, mit dem Portagonisten dem Urheber seiner misslichen Lage auf die Schliche zu kommen. Lassen sich nach einiger Zeit die Zusammenhänge der Geschehnisse erahnen, so wird trotzdem immer wieder die Frage laut, mit welchen gewitzten Ideen der Apotheker seine Sammlung zurückholen will – was dem Leser nicht selten ein kleines Schmunzeln entlockt. Vor allem aus diesem Grund bleibt bis zum Ende alles ungewiss, so dass es sich wirklich lohnt, auch dieses Werk von Serno zur Hand zu nehmen.
