19 Minuten

Autor: Jodi Picoult
Genre: Roman
Verlag: Piper
ISBN: 9-783-49205-080-7
Erscheinungsdatum (D) März 2008 Erschienen 2007
Seiten 480
Übersetzung Ulrike Wasel , Klaus Timmermann

19 Minuten Nineteen Minutes

Inhalt

Seitdem Peter in die Vorschule kam, wurde er von den anderen Kindern gehänselt. Jetzt ist der Siebzehnjährige auf der Sterling Highschool - und immer noch die Zielscheibe für Spott, Hänseleien und brutale Übergriffe seiner Mitschüler. Eines Morgens ist es genug! Peter Houghton beschließt, Rache zu üben. Genau 19 Minuten dauert dieser Akt der Gewalt, der zehn Schüler das Leben kostet und unzählige andere für den Rest ihres Lebens zeichnet. Nichts ist plötzlich mehr wie es war im beschaulichen Sterling, das blutige Massaker an der Sterling Highschool scheint die Welt verändert zu haben. Josie, die Tochter der Richterin Alex Cormier, musste all das hautnah miterleben und soll nun als Zeugin befragt werden. Doch Josie kann sich an rein gar nichts mehr erinnern, sie versucht verzweifelt, den Verlust ihrer Freunde und Mitschüler zu verarbeiten. Alex hingegen tut alles, um ihre Tochter vor der Konfrontation mit den Geschehnissen zu schützen. Während Peter Houghton in Untersuchungshaft auf seinen Prozess wartet, während das Leben seiner Eltern in Trümmern liegt, während zahllose Opfer und deren Angehörige versuchen, das Geschehene zu verarbeiten, zeigt sich immer deutlicher, dass es nicht nur einen Schuldigen an dieser Tragödie gibt und dass nicht alles so ist, wie es zunächst erscheint.

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Jodi Picoult versteht es wahrhaft, packende Geschichten zu erzählen! In "19 Minuten" greift sie ein Thema auf, das in den Medien immer mehr in den Vordergrund drängt. Bei den Schilderungen des Schulmassakers und dessen Folgen für alle Beteiligten gelingt es Picoult, so einfühlsam und gleichzeitig so realitätsnah zu erzählen, dass es schwer fällt, für irgendeine Seite Stellung zu beziehen. Die Autorin weckt Verständnis und vor allem Mitgefühl für all jene, die involviert sind und schafft so die Gratwanderung zwischen der Suche nach Schuld und dem Streben nach Gerechtigkeit. Meisterhaft setzt sich Picoult mit einem derart brisanten Thema auseinander und zeichnet auf äußerst sensible Weise eine Geschichte, die nicht nur schwarz oder weiß kennt. Doch auch die sorgfältige Recherche und die große Genauigkeit des Schauplatzes und der Figuren zeichnen diesen Roman aus und verleihen ihm eine unglaubliche Authentizität. Aus "19 Minuten" spricht das große Bedürfnis, den Wert eines jeden Menschen zu schätzen, dieses Buch plädiert leidenschaftlich für mehr Mitgefühl und Toleranz untereinander. Ein großartiger Roman mit Suchtpotential!

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