Die Todesbotin

Heaven´s Witness

Die Todesbotin

Autor Allen Estrin, Joseph Telushkin Genre Krimi
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-63436-3
Übersetzung Sabine Reinhardus Erscheinungsdatum (D) März 2008   
Erschienen 2004  Seiten 488

Inhalt

Auf einer Party lernt der Psychiater Jordan Geller unter etwas ungewöhnlichen Umständen die Schauspielerin Robin kennen. Als sie ihn kurz darauf in seiner Praxis konsultiert, um ihn bei ihren persönlichen Problemen um Hilfe zu ersuchen, erklärt Jordan sich widerstrebend bereit, die junge Frau zu hypnotisieren. Entsetzt muss der Psychiater erleben, wie Robin ihm unter Hypnose ihre eigene Ermordung schildert. Bei seinen Recherchen findet Jordan heraus, dass es diesen Mord auch tatsächlich gegeben hat - allerdings schon vor dreißig Jahren und somit vor Robins Geburt.

Nun muss sich der analytisch denkende Jordan also die Frage stellen, ob Reinkarnation möglich ist, denn nur so lassen sich Robins Erinnerungen unter Hypnose erklären. Auch ein anderer bekundet großes Interesse an Robin: der Mörder selber, der nie geschnappt wurde und immer noch weitermordet. Um Robin zu schützen, setzt Jordan alles auf eine Karte - und ahnt nicht, in welche Gefahr er damit nicht nur sich und Robin bringt.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Dieser Krimi ist wirklich für so manche Überraschung gut und hebt sich dadurch positiv vom altbekannten Krimi-Allerlei ab. So banal sich die Geschichte zunächst auch anhört, so herrlich unkonventionell ist dann aber die Richtung, in die sich der Plot entwickelt. Hier stimmt wirklich alles: Hauptfiguren, die wirklich gut gezeichnet sind und dadurch unglaublich lebendig wirken, eine intelligent konstruierte Handlung und zwei Autoren, die den Mut haben, das allgemein übliche Szenario einer Mordermittlung in fast schon esoterische Bahnen zu lenken.

Egal, ob man nun an Reinkarnation glauben mag oder nicht - hier wird etwas geboten, was herrlich neu und unverbraucht anmutet. Immer wieder gelingt es dem Autoren-Duo, seine Leser auf eine falsche Fährte zu locken und auch wenn man gegen Ende dann doch ahnt, wer der Mörder ist, ist das Finale eine echte Überraschung und bietet Spannung pur. Auch wenn die Handlungsweise der Protagonisten manchmal nicht ganz logisch erscheint, tut das dem Lesevergnügen insgesamt keinen Abbruch. "Die Todesbotin" ist ein gut erzählter und schlüssiger Krimi, der auch noch mit einem nicht ganz üblichen Ende punkten kann.

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