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Kommende Buchkritiken
Die Gewölbe des Doktor Hahnemann
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Autor
Guido Dieckmann
Genre Historischer Roman
Verlag Weltbild ISBN 3-8289-7277-2 Erscheinungsdatum (D) 2002 Seiten 462 |
Inhalt
Der junge Samuel ist schon als Kind wissbegierig. Beim Pastor von Meißen darf er Unterricht nehmen, doch sein größter Wunsch ist es, in der Fürstenschule Sankt Afra zu lernen. Als er durch Zufall Giovanni di Cosmo und der Gräfin Staricka begegnet, wird sein Wunsch wahr: Die Gräfin bezahlt ihm den Beitrag für den Besuch der Schule. In dieser Zeit erfährt der junge Samuel auch vom geheimen Buch des Paracelsus, in dem noch unbekannte medizinische Theorien schlummern, die die bisherigen Annahmen von Grund auf verändern könnten. Samuel ist sofort Feuer und Flamme.
Jahre später ist aus dem Jungen ein Arzt geworden, der sich noch immer brennend für alles Neue interessiert. Doch in diesen Zeiten ist seine Einstellung gefährlich. Zu viele bekannte Mediziner gibt es, die ihre Lehren und ihr Leben in Wohlstand nicht aufgeben wollen, und die Ideen des eigenbrötlerischen Hahnemann bekämpfen. So beginnt für Samuel und seine Familie eine Flucht von Ort zu Ort, die ihn jedoch nicht dazu bringt, seine Theorien aufzugeben…
Buchkritik von Karolin Kullmann
In Guido Dieckmanns “Die Gewölbe des Doktor Hahnemann” steckt ein guter Ansatz, der auf einen gelungenen historischen Roman hoffen lässt. Behandelt wird das Leben Samuel Hahnemanns, des Begründers der Homöopathie, und der endlose Kampf um die Anerkennung seiner medizinischen Lehren. Doch mit dem guten Ansatz ist auch schon alles positive über den Roman gesagt. Die unzureichend, ja halbherzig ausgearbeitete Verschwörung einer Geheimgesellschaft lässt den Leser von Anfang an kalt, wirkt fast nebensächlich und verhindert, dass die Geschichte in Fahrt kommt. Ständig liest man mit dem Gefühl, dass Dieckmann alles unterzubringen versucht hat, was das Buch hätte spannend machen können, es jedoch übertrieben hat und damit nichts als Eintönigkeit und Unklarheiten bewirkt. Auch das eigenartige Zeitverhältnis, auf das man sich nach jedem Kapitel neu einstellen muss, wirkt sich negativ auf den Lesefluss aus. Damit ist die Grundidee von Innovationen in der Forschung äußerst brauchbar, wurde aber vom Autor unzureichend umgesetzt und lässt diesen historischen Roman farblos und unausgereift wirken.
