Die Meerland-Chroniken - Die Sturmrufer

Autor: Nina Blazon
Genre: Fantasy
Verlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3-8000-5254-7
Erscheinungsdatum (D) Juli 2007 Seiten 299

Die Meerland-Chroniken - Die Sturmrufer Die Sturmrufer

Inhalt

Von klein auf träumte Amber, das Mädchen aus den Bergen vom Meer. Nun ist sie in Dantar, der großen Hafenstadt und ihre Träume von einem besseren Leben scheinen sich nicht zu erfüllten. Fremde, die Arbeit suchen, werden hier eher misstrauisch beäugt. Die Küstenstadt wird zudem immer wieder von schweren Stürmen heimgesucht, die den Bewohnern zu schaffen machen. Schnell haben die Stadtbewohner in den magisch begabten Navigatoren die Schuldigen für die Stürme ausgemacht. Regelmäßig bekommen die Galgen vor der Stadt daher Nachschub. Amber lernt durch Zufall den Seiler Inu kennen, der ihr eine erste Arbeit verschafft. Als Ruderin kann sie sich auf einer Rettungsexpedition für verschollene Ladung beweisen. Zusammen mit Inu, der Taucherin Sabin und den Navigator Tanijen macht sie sich auf in die offene See vor Dantar. Doch die zusammengewürfelte Schicksalsgemeinschaft steht unter keinem guten Stern. Inu und Tanijen sind seit dem Winter zerstritten. Sabin verachtet Bergbewohner wie Amber und zu alle dem überrascht sie ein weiterer schwerer Sturm mitten auf dem Meer. Die vier stranden auf einer scheinbar unbewohnten Insel und stoßen hier auf das Geheimnis der geheimnisumwitterten Sturmrufer, unheimliche Kreaturen und die Geister der Vergangenheit. Nur wenn alte Gräben überwunden werden und alle sich auch den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit stellen, gibt es die Chance auf ein Entkommen.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Mit „Die Sturmrufer“ erzählt uns die Autorin Nina Blazon eine Geschichte aus den „Meerland-Chroniken“. Ein Jugendbuch, das durch gute Hauptfiguren und eine spannende Story punktet. Hier ist nicht nur das Geheimnis der Stürme zu klären, sondern auch alle vier Hauptcharaktere haben ihr „Päckchen“ aus der Vergangenheit zu tragen. Dies sorgt für vielfältige Konflikte unter den vieren, macht aber auch jede Figur vielschichtig, undurchsichtig und interessant. Interessant ist auch das Spannungsfeld zwischen „Landratten“ und „Seefahrern“. In Inu, Amber, Sabin und Tanijen spiegeln sich viele Facetten, so dass es nie langweilig wird der Geschichte zu folgen. Nina Blazon versteht es, gerade soviel Geheimnisse zu lüften, dass man dem Weiterlesen nicht widerstehen kann. Ihre Schilderungen der Meereswelt haben dabei einen besonderen Reiz. An der einen oder anderen Stelle wäre jedoch ein bisschen mehr Ausführlichkeit und Zeit für die Entwicklung der einzelnen Figuren und der Geschichte schön gewesen.

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