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Kommende Buchkritiken
Der Fünfte Berg
O Monte Cinco
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Autor
Paulo Coelho
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 978-3-257-23158-8 Übersetzung Maralde Meyer-Minnemann Erscheinungsdatum (D) 1998 Erschienen 1996 Seiten 223 |
Inhalt
Wir befinden uns im Jahr 870 v. Chr., das Reich Davids und Salomons ist geteilt in das südliche Judäa und das nördliche Israel. Gegen seinen eigenen Willen wird der junge Elia zum Propheten Gottes, über ihn kündigt der Herr eine Dürre an, die über das Land kommen wird. König Ahab hat die Heidin Isebel geheiratet, und vor deren Schergen muss Elia nun fliehen. Seine Flucht führt den jungen Rebellen nach Phönizien, in die Stadt Akbar. Dort findet er Herberge im Haus einer Witwe, mit der er sich allmählich anfreundet. Doch in Akbar ist Elia ein Fremder, er findet keinen Zugang in die Gemeinschaft und dient als Sündenbock für alles Unheil, das über die Stadt kommt. Doch Elia ist fest entschlossen, in seiner neuen Heimat zu überleben. Er kämpft um seinen Glauben und seine Selbstbestimmung, und dieser Kampf ist auch ein Ringen mit seinem Gott.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Paulo Coelho versetzt seinen Leser 3000 Jahre zurück in der Zeitrechnung, an einen Ort und in eine Zeit, die uns allen völlig fremd ist. Doch gelingt es dem Autor in moderner und der für ihn typischen, einfachen Sprache, dem Leser ein Stück biblischer Geschichte näher zu bringen. Dabei geht es Coelho nicht darum zu bekehren, sondern vielmehr möchte er zum Nachdenken anregen – zum Nachdenken über das eigene Leben.
Wie Elia kommen auch wir immer wieder an einen Punkt in unserem Leben, wo ein Neuanfang nötig wird. Oft möchten wir lieber stehen bleiben, Neues macht auch immer Angst und verunsichert. Doch wie Elia werden wir oft nicht gefragt, ob wir uns verändern wollen oder nicht, manchmal ist ein Neuanfang eben unausweichlich. In „Der Fünfte Berg“ werden die Chancen solcher tief greifender Veränderungen aufgezeigt, wird deutlich, dass wir nur wachsen können, indem wir uns verändern. Paulo Coelho erzählt hier eine Geschichte, die nicht neu ist, die aber bisher keiner so erzählt hat wie er.
