Galerie der Angst

The Art of Dying

Galerie der Angst

Autor Vena Cork Genre Thriller
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-63597-1
Übersetzung Peter Durin Erscheinungsdatum (D) Dezember 2007   
Erschienen 2005  Seiten 522

Inhalt

Seit dem Tod ihres Mannes hat Rosa Thorn Schlimmes erlebt. Nicht genug damit, dass die Trauer sie beinahe aufgefressen hätte, wurden sie und ihre beiden Kinder auch noch von einem Stalker bedroht. Doch nun kommt Rosa langsam wieder auf die Füße. Sie sichert sich zunehmend einen festen Platz in der exzentrischen Londoner Kunstszene und ist sogar bereit, endlich eines der vielen Gemälde ihres verstorbenen Mannes zu verkaufen.

Doch dann scheint sich der Albtraum für Rosa zu wiederholen: Sie fühlt sich zunehmend verfolgt, hat gar den Eindruck, dass sich jemand illegal Zutritt zu ihrem Grundstück verschafft hat. Als sie eines Abends nach Hause kommt, blickt ein Fremder durch ihr Fenster - und dieser sieht ihrem toten Mann Rob so verblüffend ähnlich, dass Rosa glaubt, den Verstand zu verlieren. Allmählich wird deutlich, dass die Witwe Opfer eines perfiden Spieles ist, dessen dunkle Auswüchse sie schließlich in die finsteren Abgründe einer bekannten Galerie Londons führen.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Naja! Hier wirkt doch das eine oder andere sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Geschichte beginnt dermaßen verwirrend, und die für die Handlung wichtigen Personen werden so schlecht eingeführt, dass man zu Beginn große Mühe hat zu verstehen, um was es hier eigentlich genau geht. Hinzu kommt, dass die Erzählform ständig wechselt. Die Protagonistin erzählt in der Ich-Form und Gegenwart, von allen anderen Personen wird in der Vergangenheit gesprochen. Dieser Stil trägt wenig dazu bei, die Spannung zu steigern, sorgt im Gegenteil eher für ein mühseliges Hin-und Herspringen, das dem Lesevergnügen einigen Abbruch tut.

Die Geschichte ist im Ansatz ganz ordentlich ausgedacht und bietet auch durchaus das eine oder andere Aha-Erlebnis. Doch insgesamt wirkt der Handlungsablauf zu konstruiert, um dieses Buch wirklich ernst nehmen zu können. Was man Vena Cork allerdings ohne Neid zusprechen darf, ist ihre Fähigkeit, immer wieder derart spannend zu schreiben, dass der Leser unwillkürlich in den Sog des Geschehens hineingezogen wird. Schade, dass es ihr nicht gelungen ist, eine bessere Geschichte mit überzeugenderen Charakteren zu konstruieren. Ansonsten hätte aus "Galerie der Angst" ein wirklich packender Thriller werden können.

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