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Kommende Buchkritiken
April in Paris
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Autor
Michael Wallner
Genre Roman
Verlag btb ISBN 978-3-442-73693-5 Erscheinungsdatum (D) 2007 Erschienen 2006 Seiten 239 |
Inhalt
Paris während der deutschen Besatzung: Der 23jährige Obergefreite Roth, der als Übersetzer in die französische Hauptstadt geschickt worden ist und sich eigentlich aus dem Kriegsgeschehen heraus halten wollte, gerät durch seine Arbeit in die Kreise der SS, wo er bei Verhören übersetzen soll. In seiner Freizeit aber schlüpft er verbotenerweise und heimlich in Zivilkleidung durch die Straßen der Stadt der Liebe. Als Monsieur Antoine lernt er Chantal, Tochter eines Buchhändlers, die für die Résistance arbeitet, kennen und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Doch die Motive der hübschen jungen Französin bleiben im Dunkeln. Ist sie tatsächlich nur auf Informationen aus dem Milieu der SS aus oder bedeutet ihr der Deutsche vielleicht mehr, als sie sich selbst eingestehen kann?
Buchkritik von Johanna Dessecker
Eine Liebesgeschichte, die unwahrscheinlich ergreifend, traurig und zugleich doch so wunderschön wie diese ist, habe ich selten gelesen. Bis zum Schluss darf man auf ein glückliches Ende warten, obwohl doch längst die Ausweglosigkeit dieser tragischen Liebe überdeutlich wird. Michael Wallner beschreibt in dichten, starken Worten das Paris des Zweiten Weltkriegs in all seinen Facetten: die Dunkelheit während der Ausgangssperre, den Zusammenhalt der Widerstandskämpfer, die Grausamkeit der Besatzer und die nicht zu bändigende Lebensfreude der Pariser. Ein einzigartiger Liebesroman, der die Grenzen des Genres verlässt und der sich nicht davor scheut, von Grauen und Gewalt zu berichten. „April in Paris“ schafft eine ganz besondere Atmosphäre, die den Leser bis zur letzten Zeile, bis zum letzten Wort, in ihren Bann zu ziehen vermag.
