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Kommende Buchkritiken
Die Fremde
The Bloodwood Clan
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Autor
Beryl Fletcher
Genre Roman
Verlag btb ISBN 3-442-73004-X Übersetzung Leon Mengden Erscheinungsdatum (D) 2004 Erschienen 1999 Seiten 200 |
Inhalt
Für eine wissenschaftliche Studie zieht Josie für einige Zeit zu einer Sekte, die isoliert von der Außenwelt in New South Wales lebt. Diese Sekte lehnt sämtliche neuzeitlichen technischen Errungenschaften ab, die Mitglieder leben in arrangierten Ehen und befolgen strengste Regeln.
Josie wird mit großem Misstrauen behandelt, nur zu Eliza, einer jungen Frau, kann sie langsam ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Eliza bittet Josie um Unterstützung bei einem Plan, der die beiden bald in größte Gefahr bringt. Josie weiß nicht mehr, wem sie trauen darf, die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen immer mehr. Als dann auch noch ihre Tochter in die ganze Angelegenheit verwickelt zu sein scheint, droht alles, völlig aus dem Ruder zu laufen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
"Die Fremde" ist eines dieser Bücher, bei dem man am Ende nicht weiß, was man denn nun davon halten soll. Viele Handlungsabläufe sind so verwirrend, dass man immer wieder den Faden verliert. Auch der ständige und oft etwas wirre Wechsel zwischen der Ich-Form Josies und dann wieder der Erzählform, wenn es um Eliza geht, ist doch sehr anstrengend.
Die Charaktere in „Die Fremde“ sind schlicht und ergreifend unglaubwürdig und haben keinerlei Bezug zur Realität. Schließlich geht es hier um Leben und Tod, darum, womöglich die eigene Tochter zu verlieren. Trotzdem wirken alle so seltsam unberührt, gerade so als hätte das Ganze nicht wirklich etwas mit ihnen zu tun.
Das wirklich Interessante an diesem Roman ist zu sehen, wie sich die einzelnen Menschen in verschiedenen Machtgefügen verhalten, wie sie dann mit der angeblichen Freiheit umgehen und wie sie es aber offensichtlich doch immer wieder zum Altgewohnten zurückzieht. Trotzdem – die richtige Spannung will bei "Die Fremde" eigentlich nie so richtig aufkommen und somit bleibt dies ein Roman, der mehr verspricht, als er dann auch tatsächlich halten kann.
