Die Glasbücher der Traumfresser

The Glass Books of the Dream Eaters

Die Glasbücher der Traumfresser

Autor Gordon Dahlquist Genre Roman
Verlag Blanvalet
ISBN 978-3-7645-0278-2
Übersetzung Bernhard Kempen Erscheinungsdatum (D) September 2007   
Erschienen 2006  Seiten 896

Inhalt

Die junge Miss Temple ist mehr als nur empört und traurig, als Roger Bascombe die mit ihr eingegangene Verlobung aus heiterem Himmel auflöst. Um sich zu beruhigen und die Gründe dafür zu erfahren, beschattet sie ihren ehemaligen Verlobten. Dabei stößt sie auf ominöse Machenschaften - auf blaue Glasbücher mit beinah magischen Kräften und auf die mysteriöse Verbindung vieler wichtiger Leute ihres Landes mit dem Hof des Prinzen von Mecklenburg. Was steckt hinter diesem geheimnisvollen Treiben? Um dies herauszufinden, bringt Miss Temple sich in Lebensgefahr und vergisst schon bald den eigentlichen Grund ihrer Nachforschungen…

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 3 von 5 Bs Dieses Buch ist von Grund auf gewöhnungsbedürftig. Beim eigenwilligen Schreibstil des Autors, der eher zu einem nüchternen Sachtext oder Drehbuch als zu einem spannenden Roman zu passen scheint, angefangen, bis hin zur außergewöhnlichen Aneinanderreihung verschiedener Handlungsstränge ist hier alles anders. Gordon Dahlquist versteht sich darauf, viel im Ungewissen zu lassen, das Gedankenspiel des Lesers anzuregen. Zunächst erzählt er die Geschichten dreier unabhängiger Personen, lässt die Fäden dann langsam ineinander laufen. Er beleuchtet dieselben Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln, lässt sie von jeder der Hauptfiguren aus anderer Sicht erzählen. Allmählich bilden die Stränge ein großes Ganzes, doch die Erzählweise des Autors verwirrt zunehmend. Zu viele Sprünge und ein eigenartiges Zeitverhältnis machen “Die Glasbücher der Traumfresser” langatmig und monoton. Außerdem lässt die gefühlskalte, emotionslose Atmosphäre keine Nähe zum Erzählten aufkommen, entfremdet den Leser zusehends vom Geschehen. So will man auf der einen Seite das Rätsel um die ominösen Glasbücher lösen, gleichzeitig fehlt jedoch die Motivation zum Weiterlesen. Damit ist diese Mischung aus Kriminal-, Fantasy- und Science-Fiction-Roman eindeutig Geschmackssache und nicht für jeden zu empfehlen.

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