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Kommende Buchkritiken
Weiße Schiffe meine Träume
Aspra karavia ta oneira mou
|
Autor
Smaro Dessipris
Genre Roman
Verlag Ant ISBN 978-3-9810983-3-4 Übersetzung Maria Sabbas-Scouras Erscheinungsdatum (D) 2007 Erschienen 2007 Seiten 348 |
Inhalt
Irene führt ein bescheidenes Leben. Als Taxifahrerin in Athen verdient sie sich ein geringes Taschengeld, nur um es Tag für Tag gleich nach der Arbeit an ihren Ehemann abzugeben. Immer wieder aufs neue wird sie auch von ihrer Tochter herablassend und ohne ein Wort des Dankes um Gefallen gebeten, die sie mechanisch und ohne Widerrede ausführt. Ihr Leben ist allein ihrer Familie gewidmet, ohne dass sich die Frau einmal erholen kann. So muss sie sich während ihrer Taxifahrten ihrer heimlichen Leidenschaft, dem Zeichnen, widmen. Nach vielen Jahren der Einsamkeit und Abstumpfung lernt sie bei ihrer Arbeit Alexander kennen, der sie in eine andere Welt entführt und sie ganz anders wahrnimmt als ihre Familie. Irenes Leben beginnt sich langsam zu verändern, doch zu einem hohen Preis...
Buchkritik von Karolin Kullmann
„Weiße Schiffe meine Träume“ beschreibt die Lebenssituation einer Frau so, wie sie überall auf der Welt zu finden ist. Eingesperrt zwischen der Pflicht des Geldverdienens und den unendlichen Aufgaben als Hausfrau, Mutter und Gattin zieht jeder Tag in gleicher Weise an der Protagonistin vorüber. Weder Liebe noch Dankbarkeit werden ihr entgegengebracht und trotzdem schafft sie es nicht aus diesem Leben auszubrechen.
Wenn man den Inhalt kennt, ist die Geschichte, die Smaro Dessipris hier erzählt, an sich also durchaus eine, für die man Verständnis und Mitgefühl aufbringen kann, doch versucht man erst, sich in den Roman zu vertiefen, findet man allerlei Hindernisse, die einem das Lesen erschweren: Dieses Buch ist dermaßen schlecht übersetzt, dass einem manchmal fast die Luft wegbleibt. Immer wieder stößt man auf Sätze, ja sogar ganze Abschnitte im Text, die grammatikalisch so unkorrekt sind, dass sich der Sinn dieser Aussagen einfach nicht erschließen lässt. Ein ums andere Mal stellt man sich die Frage, ob diese Übersetzung des griechischen Originalromans überhaupt von einer Person mit Deutschkenntnissen angefertigt wurde. Obwohl die Autorin mit viel Liebe zum Detail und so manchen Metaphern gearbeitet hat, ist dieses Buch also ein voller Reinfall. Mit solch einer misslungenen Ausgabe von “Weiße Schiffe meine Träume“ hat der Ant-Verlag sich selbst keinen Gefallen getan, sodass es am Ende nur schade um das Originalwerk der Autorin ist, das in jedem Fall eine bessere Übertragung in unsere Sprache verdient hätte und bei genaurem Hinsehen auch das Potential zu einem erfolgreichen Roman zeigt.
Wissenswertes
"Weiße Schiffe meine Träume" ist das Erstlingswerk von Smaro Dessipris.
