Der Todeskünstler

The Face of Death

Der Todeskünstler

Autor Cody Mcfadyen Genre Thriller
Verlag Gustav Lübbe Verlag
ISBN 978-3-7857-2302-9
Übersetzung Axel Merz Erscheinungsdatum (D) 2007   
Erschienen 2007  Seiten 556

Inhalt

Endlich kann Smoky Barret wieder einmal durchatmen. Nachdem ein verrückter Killer ihr Leben komplett zerstört, ihren Mann und ihre kleine Tochter vor ihren Augen umgebracht und ihr Gesicht entstellt hatte, scheint sie nach vielen Monaten tiefster Dunkelheit ihr Leben wieder einigermaßen im Griff zu haben. Ihren ursprünglichen Plan, den Job als FBI-Agentin endgültig an den Nagel zu hängen, hat sie nicht wahr gemacht.

Mittlerweile ist sie wieder mittendrin in ihrem brutalen Job und könnte es sich auch nicht anders vorstellen. Dann wird sie zu einem Tatort gerufen, der ihre schlimmsten Albträume übersteigt. Ein junges Mädchen verlangt nach Smoky, sie droht damit, sich das Leben zu nehmen. Was Sarah durchmachen musste, ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. Smoky findet sie im Schlafzimmer ihrer Eltern - die beide vor ihren Augen getötet und grausam entstellt wurden. Nur Smoky möchte Sarah anvertrauen, was ihr zugestoßen ist. Schon seit Jahren zerstört der Mörder, den alle nur noch den Todeskünstler nennen, systematisch Sarahs Leben. Jeden, der dem Mädchen nahe steht, tötet er. Er hat es sich zum Ziel gemacht, Sarah in den Wahnsinn zu treiben, sie so weit zu bringen, dass sie den Verstand verliert und sie dann nach seinem Bild neu zu erschaffen. Und dieser grausame Plan ist noch längst nicht vollendet...

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs Dieser Thriller lässt einem wahrhaft das Blut in den Adern gefrieren! Offensichtlich gibt es nichts, vor dem Cody Mcfadyen zurückschreckt. Seine Einfälle sind der Inbegriff von Grausamkeit und sein Killer das personifizierte Böse. Wie schon bei seinem Erstlingswerk "Die Blutlinie" lässt der Autor seine Helden ohne einen Anflug von Milde leiden, lässt ihnen das Schlimmste widerfahren, was man sich nur vorstellen kann - und sie doch immer wieder schwer verwundet aufstehen.

Doch hier wirkt das manchmal doch eine Spur zu übertrieben. Stellenweise ist man versucht, das Buch einfach wegzulegen und nie wieder in die Hand zu nehmen - zu grausam ist das, was man da liest. Die Schmerzgrenze wird mehr als einmal überschritten und man fragt sich unwillkürlich, ob da überhaupt noch eine Steigerung möglich ist. Dürfte man sich als Leser seinen persönlichen Albtraum aussuchen, so würde er mit Sicherheit in einem von Mcfadyens Büchern stattfinden.

So unglaublich brutal die Einfälle des Autors sind, so ergreifend schön ist seine Sprache. Kaum zu glauben, dass es jemandem gelingt, für derartig Abstoßendes, Zerstörerisches und Gemeines so überaus schöne Worte zu finden. Cody Mcfadyen benutzt Aphorismen, die fast schon an Poesie grenzen - und das, um grausame Morde und Folter zu beschreiben. Dieser Autor ist ein wahrer Sprachkünstler - was den Leser vielleicht wieder mit mancher blutrünstigen Auflistung versöhnen könnte. Alles in allem reicht "Der Todeskünstler" nicht wirklich an "Die Blutlinie" heran, ist aber trotzdem ein packender und genial konstruierter Thriller, der es in sich hat.

Wissenswertes

Die Smoky Barrett-Reihe umfasst folgende Bände:
Die Blutlinie
Der Todeskünstler
Das Böse in uns
Ausgelöscht

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