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Kommende Buchkritiken
Das gestohlene Kind
The stolen Child
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Autor
Keith Donoghue
Genre Fantasy
Verlag C. Bertelsmann ISBN 978-3-570-00936-9 Übersetzung Sabine Herting Erscheinungsdatum (D) August 2007 Erschienen 2006 Seiten 445 |
Inhalt
Henry Day ist sieben Jahre alt, als er nach einem Streit mit seinen Eltern von zuhause wegläuft und sich im Wald versteckt. Ein gewaltiger Fehler, denn genau in diesem Moment, als sich Henry in einem Baum sicher fühlt, wird er von seltsamen Wesen entführt und, was Henry nicht ahnt, durch ein so genanntes Wechselbalg ersetzt. Während der Siebenjährige bei komischen Kobolden sein Dasein fristen muss, wächst der falsche Henry Day bei der ehemaligen Familie auf, als wäre nichts geschehen. Wie lange kann das so bleiben und: Was bezwecken die seltsamen Wesen nur damit? Muss Henry nun für immer bei diesen Kobolden leben und darf seine Familie nie wieder sehen?
Buchkritik von Thomas Ays
Monoton und ereignislos fängt dieses Buch an und geht auch gleich so weiter. Die Geschichte von „Das gestohlene Kind“ kriecht nur so vor sich hin und kann zu ganz wenigen Zeiten wirklich fesseln. Keith Donohue’s Kurzinhalt hört sich total spannend und packend an, kann aber überhaupt nicht überzeugen. Die Figuren lassen einen mehr als nur kalt, der Handlungsverlauf sowieso und der Spannungsbogen? Ja, wo ist er nur? Hier sucht man vergebens nach einer spannungsgeladenen Geschichte. Es ist einem als Leser wirklich alles „so egal!“, was so ziemlich jedem Buch jeder Sparte den Todesstoß geben würde.
Die Figuren, allen voran Henry, die Hauptfigur, bleiben gleich zu Anfang vollkommen blass und werden auch mit der Zeit nicht farbenfroher. Hier will man im Grunde niemandem so recht folgen. Vielleicht liegt das alles aber auch an der deutschen Übersetzung, dass der Funke nicht überspringen will? Man weiß es nicht. Fest steht, dass „Das gestohlene Kind“ als echte Mogelpackung zu bezeichnen ist.
Unterm Strich bleibt: Schade und wahrlich ein enttäuschendes Buch und leider KEIN Märchen für Erwachsene, eher eine Zumutung, da man Gefahr läuft, dabei einzuschlafen und von diesem „Büchlein“ dabei erschlagen zu werden.
