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Kommende Buchkritiken
Die einzige Wahrheit
Plain Truth
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Autor
Jodi Picoult
Genre Roman
Verlag Piper ISBN 3-492-23716-9 Übersetzung Ulrike Wasel und Klaus Timmermann Erscheinungsdatum (D) 2001 Erschienen 2000 Seiten 463 |
Inhalt
Ein schrecklicher Fund erschüttert die kleine Amisch-Gemeinde von Lancaster County: In der Scheune der Fishers wird ein totes Neugeborenes gefunden. Ist die junge, unverheiratete Katie Fisher die Mutter? Hat sie ihr Baby getötet?
Als Katie unter Mordsverdacht gestellt wird, scheint ihr nur die Anwältin Ellie helfen zu können. Die zieht für einige Zeit in die Amisch-Gemeinde und wird hier bei ihrer Suche nach der Wahrheit mit einem ihr völlig fremden Leben konfrontiert. Wird es Ellie gelingen, Licht in die Geschehnisse zu bringen und gleichzeitig ihr eigenes Leben in einigermaßen geordnete Bahnen zu lenken?
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Die einzige Wahrheit“ spielt im direkten Umfeld von Amisch-Leute. Unwillkürlich stellt man sich während der Lektüre immer wieder die Frage, was das eigentlich für Menschen sind. Ihre Ansichten, Ideale, ihre ganze Lebensweise erscheinen dem Leser so fremd, so unzeitgemäß. Doch im Laufe der Handlung entwickelt sich mehr und mehr Verständnis für diese ganz eigene Weltanschauung, für das karge und doch innerlich so reiche Leben der Amisch-Gemeinde. Das anfängliche Unbehagen weicht mehr und mehr dem Gefühl, es doch mit ganz normalen Menschen zu tun zu haben, die genauso fühlen und denken wie wir auch, die dieselben Sehnsüchte und Ängste haben.
Dieselbe Dynamik ist auch bei der eigentlichen Geschichte dieses Romans zu beobachten. Was anfangs noch ganz klar erschien, muss plötzlich neu überdacht werden - aber wie war es denn nun tatsächlich? Diese Frage stellt man sich ein ums andere Mal immer wieder neu und kann doch keine befriedigende Antwort finden. Gekonnt konfrontiert Jodi Picoult ihre Leser mit deren eigenen Vorurteilen und führt sie so mehr und mehr aufs Glatteis.
Das Fazit dieses Buches könnte sein: Es gibt sie gar nicht, die eine Wahrheit. Und genau dieses Beleuchten der verschiedenen Aspekte macht „Die einzige Wahrheit“ so packend und mitreißend.
