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Stephen King
Biographie
| Geboren | 21.09.1947 | Autor | Thomas Ays |
|---|
„Eine Sache wollen wir klarstellen, okay? Es gibt keinen Ideenfriedhof, kein Geschichtenkaufhaus und keine Insel der begrabenen Bestseller; gute Geschichten scheinen buchstäblich aus dem Nichts zu kommen, aus dem blassen Himmel segeln sie direkt auf uns zu: Zwei Ideen, die ursprünglich nichts miteinander zu tun haben, treffen aufeinander und lassen etwas ganz Neues entstehen. Ihr Job ist es nicht, diese Ideen zu finden, aber sie zu erkennen, wenn sie auftauchen.“ – Stephen King
Für die einen ist Stephen King der Gott des Horrors, der Großmeister des Schreckens und der Held ihrer Bücher. Für die anderen ist er ein überbewerteter Schundschreiber, der nur Glück hatte. Ansichtssache. Fakt ist: Stephen King hat es geschafft mit einer Buchauflage von 200 Millionen Exemplaren zu den meistgelesenen Autoren der Welt zu werden. Horror ist sein Genre, seine Beschreibungen von Wunden, Ängsten und Zuständen legendär – Stephen King ist ein Meister seines Fachs. An dieser Stelle sollte wohl erwähnt werden, das auch er Ängste hat: Er fürchtet die Dunkelheit, den Tod und Spinnen. Und doch, oder gerade deshalb, hat er es geschafft Millionen Leser auf der ganzen Welt in seinen Bann zu ziehen und mit seinen Geschichten Generationen zu begeistern.
In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, zog seine Mutter mit ihm und seinem Bruder David, nachdem sein Vater die Familie verlassen hat, nach Maine. Nach der Beendigung der High-School, entschied sich King an der University of Maine in Orono englische Literatur zu studieren. Hier lernte er auch seine spätere Frau, Tabitha Spruce, kennen und lieben. Die Hochzeit lies daraufhin nicht lange auf sich warten.
Stephen King fristete fortan sein Leben als Englischlehrer, veröffentlichte hier und da verschiedene Kurzgeschichten, die aber allenfalls ein Taschengeld einbrachten. Erst mit dem Roman „Carrie“, den seine Frau angeblich aus dem Papierkorb rettete, schaffte King den Sprung vom Lehrer für Geschichte zum erfolgreichen Romanautor. Nach der Verfilmung des Buches, die vor allem in den USA großen Anklang fand, schaffte er mit den Büchern „Brennen muss Salem“ und vor allem durch „Shining“ den internationalen Durchbruch. „Shining“ wurde mit Jack Nicholson in der Hauptrolle verfilmt.
Letztlich ist es genau das, was Stephen King von anderen erfolgreichen Buchautoren abhebt: Die vielen Verfilmungen, die (fast) alle hohe Besucherzahlen erreichten. Sei es nun „Friedhof der Kuscheltiere“, „Es“, „Shining“, Stark“, „In einer kleinen Stadt“ oder „Dolores“. Es gab sogar auf Stephen King Büchern basierende Filme, die für den OSCAR vorgeschlagen wurden, wie beispielsweise „The Green Mile“, der 2000 ins Rennen um den „Besten Film“ ging.
Doch der Erfolg barg auch Schattenseiten. King wurde drogen- und alkoholabhängig und konnte erst durch die Drohung seiner Frau, ihn zu verlassen, wieder auf den rechten Weg geführt werden.
Unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlichte Stephen King ebenfalls Romane, die aber erst erfolgreich wurden, als herauskam, wer diese Bücher wirklich geschrieben hatte.
Auch sein Fortsetzungsroman mit dem Titel „Der dunkle Turm“ wurde enorm erfolgreich. Diese Reihe umfasst „Schwarz“, „Drei“, „Tot“, „Glas“, „Wolfsmond“, „Susannah“ und „Der Turm".
Nach dem er 1999 einen schweren Verkehrsunfall hatte, der ihn fast das Leben kostete, veröffentlichte Stephen King ein Jahr später seine Biographie, über die er sagt: „Es ist eher eine Art Lebenslauf, mein Versuch, die Entwicklung zum Schriftsteller nachzuzeichnen. Kein Bericht über die Ausbildung zum Schriftsteller. Denn ich glaube nicht, dass man Menschen zu Autoren machen kann, weder durch äußere Einflüsse, noch durch reine Willenskraft.“
2008 kam „Wahn“ zu uns, nachdem King 2006 die Romane „Puls“ und „Love“ veröffentlichte. 2009 wird „Die Arena“ folgen.
Stephen King lebt mit seiner Frau, und seinen 3 Kindern Owen Phillip, Joseph Hillstrom und Naomi Rachel King in Bangor/Maine, einem Ort, der nicht selten Schauplatz für die Geschichten von King war. Als er gefragt wurde, was einmal auf seinem Grabstein stehen soll, antwortete er: „Die Geschichte zählt, nicht der Erzähler“. (t0909)
Bibliographie von Stephen King
- 1977: Carrie
- 1980: Shining
- 1981: Feuerkind
- 1983: Cujo
- 1983: Christine
- 1984: Frühling, Sommer, Herbst und Tod
- 1984: Nachtschicht (Kurzgeschichten)
- 1985: Friedhof der Kuscheltiere
- 1985: Brennen muss Salem
- 1985: The Stand - Das letzte Gefecht
- 1985: Der Fornit
- 1985: Der Fluch (Richard Bachmann)
- 1985: Im Morgengrauen
- 1985: Blut (Kurzgeschichten)
- 1986: Der Talisman
- 1986: Es
- 1986: Sprengstoff (Richard Bachmann)
- 1986: Menschenjagd (Richard Bachmann)
- 1987: Dead Zone – Das Attentat
- 1987: Die Augen des Drachen
- 1987: Sie
- 1987: Todesmarsch (Richard Bachmann)
- 1988: Amok (Richard Bachmann)
- 1988: Der dunkle Turm - Schwarz
- 1988: Das Monstrum
- 1989: Der dunkle Turm - Drei
- 1991: Stark - The Dark Half
- 1991: In einer kleinen Stadt
- 1992: Der dunkle Turm - Tot.
- 1993: Dolores
- 1995: Das Spiel
- 1995: Das Bild
- 1995: Alpträume
- 1996: Regulator
- (Richard Bachmann)
- 1996: Insominia
- 1996: The Green Mile
- 1996: Desperation
- 1997: Der dunkle Turm - Glas
- 1998: Sara
- 1999: Atlantis
- 2000: Das Mädchen
- 2000: Das Leben und das Schreiben (Biographie)
- 2000: Achterbahn (Kurzgeschichte)
- 2001: Duddits
- 2002: Das schwarze Haus
- 2002: Der Buick
- 2003: Der dunkle Turm - Wolfsmond
- 2004: Der dunkle Turm - Susannah
- 2004: Der dunkle Turm - Der Turm
- 2006: Puls
- 2006: Love
- 2007: Qual
- (Richard Bachmann)
- 2007: Der dunkle Turm - Graphic Novel
- 2008: Der dunkle Turm - Der lange Heimweg - Graphic Novel
- 2008: Wahn
- 2009: Die Arena
- 2010: Der dunkle Turm - Verrat - Graphic Novel
- 2011: Der Dunkle Turm - Der Untergang Gileads - Graphic Novel
- 2012: Der Anschlag
- 2013: Joyland