Biographie
„Ideen kommen von allein, ohne dass wir es merken. Sie sind Gedanken, die einem immer wieder durch den Kopf gehen und ein Nest bauen, und von da aus suchen sie sich Raum, dehnen sich solange aus, bis sie alle anderen Gedanken dazu gebracht haben, sich nur noch mit dieser einen Geschichte zu befassen.“
Für den italienischen Schriftsteller Andrea Bajani hat alles angefangen in einer ungeheizten Dachkammer in Turin. Hier saß er in den Nächten mit drei Pullis bekleidet und unter mehreren Decken, denn alle möglichen Jobs ließen ihm nur dann Zeit zum Schreiben, und arbeitete an seinen ersten literarischen Gehversuchen. Auch wenn die Umstände widrig waren, wusste Bajani, er ist auf dem richtigen Weg, wie er später in Interviews erzählt. Der heutige Erfolg gibt ihm recht. Bereits sein drittes Buch „Mit freundlichen Grüßen“ wurde in seiner Heimat Italien ein großer Erfolg. Ein Erfolg, der Andrea Bajani erlaubt, sich ganz auf das Schreiben zu konzentrieren. 2006 erschien „Mi Spezzo ma non m'impiego“. Seinen großen Durchbruch feierte der Autor ein Jahr später mit seinem Buch „Lorenzos Reise“, das im Jahr 2007 erschien. Das Buch ist eine intensive Familiengeschichte, die besonders durch ihre ungewöhnliche Erzählweise fasziniert. Das sahen auch die Jurys der Buchpreise „Premio Mondello“, „Premio Recanati“ und „Premio Brancati“ so und zeichneten „Lorenzos Reise“ aus.
Nach „Domani niente scuola“(2008) und „La filia di Isaaco“ (2009), erschien mit „Liebe und andere Versprechen“ erneut eine Familiengeschichte der anderen Art von Bajani auch auf dem deutschen Buchmarkt. Erneut nimmt der Schriftsteller hier seine Leser auf eine besondere Reise mit, die sich über mehrere Generationen einer Familie erstreckt und feinfühlig und nuanciert von den fatalen Folgen des Schweigens erzählt. 2011 wurde Andrea Bajani für „Liebe und andere Versprechen“ mit den renommierten Premio Bagutta geehrt.
Andrea Bajani lebt und arbeitet in Turin. Neben seiner Arbeit als Schriftsteller arbeitet er als Journalist für die italienische Tageszeitungen "La Stampa", "L'Unità" und "Il Sole 24 Ore", für das Theater und Rundfunk.