Thomas Ays

Biographie

Geboren 29.08.1977 Autor Stefanie Rufle

„Ich hatte permanent Selbstzweifel, da ich nie genau wusste, ob das überhaupt jemand gut findet. Das war immer sehr spannend.“ (Thomas Ays über die Entstehung seines ersten Romans „Romeo & Julian“)
Der junge Bad Säckinger Autor Thomas Ays hat in seinem bisherigen Leben vor allem eines gelernt: Nur mit Authentizität gelingt es, seinen Weg konsequent und vor allem ehrlich zu gehen.

Geboren wurde Thomas Ays am 29. August 1977 in Bad Säckingen am Hochrhein als jüngstes von vier Geschwistern. Seine Eltern Fritz und Theresia Ays führten ein Malergeschäft, das mittlerweile von Thomas’ älterem Bruder Stephan übernommen wurde. Nach seinem Realschulabschluss an der Bad Säckinger Werner-Kirchhofer-Realschule entschied sich Thomas, ein Vorpraktikum als Erzieher in der Kindertagesstätte St. Vincentius zu machen. Nach diesem Jahr im sozialen Bereich, das ihm großen Spaß bereitete, schlug Ays den Weg des Einzelhandelskaufmanns ein. Er machte in diesem Bereich seine Ausbildung und arbeitete einige Jahre in einem örtlichen Geschenkartikelladen. Doch es zog den Bad Säckinger wieder zurück in den sozialen Bereich, und er war für fünf Jahre in der Bad Säckinger Klinik St. Marienhaus in der Pflege tätig, ehe er dann im selben Betrieb in die Disposition wechselte.

Seit seiner frühesten Kindheit gilt die große Leidenschaft von Thomas Ays dem Kino und dem Film. 2001 gründete er die Internetseite Moviesection.de, aus der dann 2002 der Ableger Booksection.de entstand. Ays’ großes Wissen im Genre Film zahlte sich hier natürlich aus und auch im Buchsektor hat er sich mittlerweile ein großes Fachwissen angeeignet. Heute hat er einen Stamm von festen Redakteuren und einigen freien Mitarbeitern um sich gescharrt, die die Internetseiten fest etabliert haben.

Der Entschluss, ein Buch zu schreiben, war schon lange in Thomas Ays’ Denken verankert, bis er sich 2010 entschloss, einen Versuch zu wagen. Sein „Romeo & Julian“, das sich mit dem Outing eines jungen, schwulen Mannes und dessen Liebesgeschichte befasst, wurde schon nach kurzer Zeit ein großer Erfolg. Im Interview erzählt der Autor, dass er das Ende der Geschichte geträumt habe und sich daraufhin entschloss, dieses Buch zu schreiben. Es habe ihn vor allem gereizt, die Geschichte zu genau diesem Ende zu bringen. Über „Romeo & Julian“ sagt Ays: „Ich finde es gut, Bücher über Schwule zu schreiben, die einfach ganz normal sind. Bücher wie ‚Romeo & Julian’ sollten keine Nische bilden, sondern etwas ganz Alltägliches sein. Genauso, wie Schwule Geschichten über Heterosexuelle lesen, könnte das doch auch umgekehrt funktionieren. Es ist furchtbar, wenn man Leute aufgrund ihrer Sexualität verurteilt. Das machen Schwule ja auch nicht oder sie tun es nur, weil sie selbst von Heteros verurteilt werden – das ist ein bisschen ein Teufelskreis. Ich finde aber, dass es egal ist, wen man liebt. Das soll auch die Message des Buches sein: In wen man sich verliebt, ist letztlich egal – Hauptsache, man ist glücklich.“ 2011 erschien ebenfalls beim Himmelsstürmer-Verlag Ays’ zweiter Roman „Der innere Schrei“, der das Thema Depression zum Inhalt hat. (s1011)


Bibliographie von Thomas Ays