Simon Beckett

Biographie

Geboren 1968 Autor Stefanie Rufle

Der britische Autor Simon Beckett schlug mit seinem Thriller „Die Chemie des Todes“, dem ersten Teil einer Reihe um den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter, in Deutschland ein wie eine Bombe. Das Buch stand wochenlang auf Platz eins der Taschenbuch-Bestsellerlisten und auch die nachfolgenden Bände „Kalte Asche“, „Leichenblässe“ und „Verwesung“ waren nicht minder erfolgreich.

Der 1968 in Sheffield geborene Beckett studierte Englische Literatur und schloss mit einem Master of Arts ab. Danach arbeitete er einige Jahre lang als Hausmeister, Englisch- und Spanischlehrer sowie Schlagzeuger, bis er sich schließlich ganz dem Schreiben widmete. Er schrieb als freiberuflicher Journalist für große britische Zeitungen wie „The Times“, „The Independent on Sunday“, „The Daily Telegraph“ oder „The Observer“. Mehr und mehr spezialisierte er sich auf kriminalistische Themen und lernte bei seinen Recherchen den Polizeiapparat von innen kennen. Seine Erfahrungen auf der Body Farm der University of Tennessee, einer Forschungsanstalt für Verwesungsprozesse, verarbeitete er später in seinen Thrillern um David Hunter. Für seinen Roman „Animals“, der 1995 erschien, erhielt der Brite1996 von der deutschen „Raymond Chandler Gesellschaft e. V.“ den „Marlowe“ in der Kategorie „International“. Dieser Roman erschien in Deutschland erstmals 2011 unter dem Titel „Tiere“. Bereits 1994 war in Deutschland „Galerie der Verführung“ erschienen, der 2010 mit dem Titel „Voyeur“ neu aufgelegt wurde. Doch diese Thriller, ebenso wie der 1998 erschienene „Das Kind des Promtheus“ (neu aufgelegt 2009: „Flammenbrut) waren nur mäßig erfolgreich.

Erst mit „Die Chemie des Todes“ sollte sich der internationale Erfolg für Simon Beckett, der mit seiner Frau Hilary in Sheffield lebt, einstellen. Seine Hauptfigur, der forensische Anthropologe David Hunter, übt eine ganz besondere Faszination auf die Leser aus, die sich vor allem auf seinem tragischen Schicksal und seiner tiefen Melancholie begründet. In all seinen Thrillern um David Hunter ist es die Beiläufigkeit, mit der Beckett von grausigen Leichenfunden, Maden und Fliegen und dem Verwesungsgeruch erzählt, die zum Erfolg seiner Bücher beizutragen scheint. 2006 wurde er für „Die Chemie des Todes“ für den renommierten Dagger Award nominiert und auch die folgenden Bände „Kalte Asche“ (2007), „Leichenblässe“ (2009) und „Verwesung“ (2011) erfreuten sich eines millionenfachen Lesepublikums. Im Zuge dieses enormen Erfolgs wurden auch Becketts bereits erschienene Thriller „Obesession“, „Flammenbrut“, „Voyeur“ und „Tiere“ vom Rowohlt-Verlag neu aufgelegt. Doch ist es ganz eindeutig David Hunters nächster Fall, dem wir sehnsüchtig entgegenblicken. (s1011)


Bibliographie von Simon Beckett