Nick Hornby

Biographie

Geboren 17.04.1957 Autor Kathrin Lang

„Ich hatte mein Leben lang davon geträumt, Schriftsteller zu werden.“
Bereits seit den frühen 1990er Jahren veröffentlicht der britische Autor Nick Hornby in regelmäßigen Zeitabständen Romane. Von Anbeginn seiner Karriere wurde er für sein außerordentliches Talent gefeiert und nicht wenige seiner Zeilen wurden zudem für die große Leinwand verfilmt. Heute ist Nick Hornby ein Kultautor wie er im Bilderbuch steht und einer der wichtigsten Vertreter der Pop-Literatur.

“Ich habe mich an dieser Elite-Uni nie wohlgefühlt, überall liefen diese Hugh-Grant-Typen herum, unglaublich selbstbewusst, unglaublich siegessicher.“
Noch bevor Nick Hornby ernsthaft mit dem Schreiben begann, studierte er an der Universität von Cambridge Anglistik. Nach seinem Abschluss war er einige wenige Jahre als Lehrer tätig, fand jedoch keinen richtigen Gefallen an dieser Arbeit. Zu dieser Zeit verfasste er immer wieder Bühnenstücke sowie Fernseh- und Hörspiele, feierte damit jedoch nur durchschnittlichen Erfolg. Erst 1992 veröffentlichte der Brite seinen ersten Roman und schaffte damit auf Anhieb den Durchbruch. „Fever Pitch” erzählt die Geschichte rund um einen Fan des Fußballclubs Arsenal London. Hornby selbst ist gestandener Fan des Vereins und verleugnet biografische Parallelen nicht. Ganz im Gegenteil: In den kommenden Jahren sollten seine Geschichten im Ansatz immer wieder auch etwas mit ihm persönlich zu tun haben. Hornby verarbeitet in seinen Zeilen häufig persönliche Erlebnisse und Erfahrungen und setzt sich mit deren Auswirkungen auf das Leben auseinander.

Bis Hornby nach „Fever Pitch“ seinen zweiten Roman auf dem Buchmarkt veröffentlichte, sollte es einige Jahre dauern. Erst 1995 erschien „High Fidelity“ auf dem englischen Markt, ab 1996 durften auch deutsche Leser die neuen Kultzeilen aus England verschlingen. Nachdem „Fever Pitch“ bereits 1997 mit Colin Firth in der Hauptrolle verfilmt wurde, folgte 2000 die Adaption von „High Fidelity“ mit John Cusack. Die Liebesgeschichte des Plattenladenbesitzers Rob Fleming wurde nicht nur als Roman, sondern auch als Film ein voller Erfolg. Der 1998 bei uns in Deutschland veröffentlichte Roman „About a Boy“ schlug eine ähnliche Laufbahn wie seine beiden Vorgänger ein: Zunächst als Buch sehr erfolgreich, wurden die Zeilen 2002 mit Hugh Grant in der männlichen Hauptrolle verfilmt. Die Verfilmung des vierten Romans aus dem Hause Hornby steht noch aus. Die Filmrechte für „A Long Way Down“ wurden von Johnny Depp allerdings bereits vor Veröffentlichung des Romanes gekauft. Wann wir die Geschichte rund um vier gescheiterte Existenzen, die in der Silvesternacht alle vom selben Hochhaus springen wollen, auch auf der Leinwand zu sehen bekommen, ist noch unklar. Nach drei Nick Hornby-freien Jahren veröffentlichte der Autor 2007 seinen fünften Roman „Slam“. Die Geschichte rund um einen Teenager, der viel zu früh Vater wird, wurde 2008 ins Deutsche übersetzt. Ungewöhnlich schnell, bereits ein Jahr später, erschien schließlich „Juliet, Naked“ – bislang Hornbys letzter Roman.

“Wenn ich ein Buch schreibe, brauche ich ein Jahr lang Zeit, und in dieser Phase ziehe ich mich völlig zurück.“
Wenn Nick Hornby nicht gerade auf Lesereise oder Promo-Tour für einen seiner Romane ist, führt er eine ganz normale Büroexistenz. In einem Büro, das nicht unweit von seinem Haus liegt, denkt er sich seine Geschichten aus und bringt sie anschließend ‚zu Papier‘. Nicht immer fungiert Nick Hornby jedoch persönlich als Autor. In den vergangenen Jahren betätigte sich der Brite bereits zwei Mal auch als Herausgeber. Für „Speaking With The Angel“ bat er einige befreundete Autoren, je eine Kurzgeschichte zu verfassen. Der Verkaufserlös der Kurzgeschichtensammlung wird an eine Schule für behinderte Kinder gespendet. Außerdem schrieb Hornby immer wieder auch für diverse Magazine und Zeitungen. Heute ist er als Musikkritiker für The New Yorker tätig. Besonderen Erfolg feierte Nick Hornby zudem 2009, als er das Drehbuch zu dem Drama „An Education“ verfasste und für diese Leistungen für den OSCAR nominiert wurde.


Bibliographie von Nick Hornby

  • 1992: Fever Pitch
  • 1996: High Fidelity
  • 1998: About a Boy
  • 2002: Speaking with Angels (Herausgeber)
  • 2003: 31 Songs
  • 2005: A Long Way Down
  • 2005: My Favourite Year. Fußballgeschichten (Herausgeber)
  • 2005: Mein Leben als Leser
  • 2007: All you can read - Bücher, die ich kaufe - Bücher, die ich lese
  • 2008: Slam
  • 2009: An Education (Drehbuch)
  • 2009: Juliet, Naked